Initiative Wetten nur in den Toto
Juergen Langrock

Die Katze ist aus dem Sack!

Traberzucht ist gespalten!

Machen die Traber es vor, wohin auch im Galopprennsport die Reise geht?
Am 9. März 2007 wurde vom  zuständigen Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg eine neue Züchtervereinigung nach dem Tierzuchtgesetz offiziell anerkannt.

Die Traber Liga.

Gemäß der ersten Verlautbarungen der neuen Züchtervereinigung ist der  Zweck der Traberliga die Förderung und Beaufsichtigung der Traberzucht und deren Leistungsprüfungen gemäß des Tierzuchtgesetzes. Die Traberliga wird bundesweit tätig sein. Die Aufsicht über die Durchführung von Leistungsprüfungen gemäß Tierzuchtgesetz erfolgt auf allen Trabrennbahnen, die ordentliches Mitglied der Traberliga sind.

Der Trabrennsport hat sich gespalten, es wird Bahnen geben, die der HVT beaufsichtigt und solche die durch die Traberliga kontrolliert werden.

Es stellt sich nunmehr die Frage, ob die Strukturreform im Lager der Galopper den gleichen weg gehen will. Ein Zusammenschluss von einigen Bahnen, die von dem neu geschaffenen Jockey-Club kontrolliert werden, die verbleibenden Bahnen, werden dann weiter vom Direktorium für Vollblutzucht und Rennen beaufsichtigt ?

Jürgen Langrock 23.3.2007

Liebe Traberfreunde,
die Situation im deutschen Trabersport ist in einer extrem schwierigen Phase, was jeder, der mit diesem Sport zu tun hat, im Tagesgeschäft feststelllen kann. Aufgrund eines Beschlusses der Mitgliederversammlung des HVTin Düsseldorf hat sich eine knappe Mehrheit für ein Privatisierungsmodell entschieden, welches durch die Personen Herz, Mommert und Stadler vertreten wird. Es gibt eine große Anzahl von Personen im deutschen Trabersport, die eine Privatisierung für falsch halten. Diese kann dazu führen, dass der gesamte professionelle Trabersport in seiner Existenz bedroht ist. Eine Privatisierung bietet jedenfalls keine Garantie zum Erfolg und ist mit einem hohen Risiko verbunden. Das so genannte Herz-Mommert-Stadler-Modell hängt auch im Wesentlichen davon ab, dass es einen Investor gibt, der mit erheblichen Millionenbeträgen in der Anfangsphase dieses Modell unterstützt. Leider hat es bis zum heutigen Tage keine verbindliche Information in dieser wichtigen finanziellen Entscheidung gegeben. Aus diesem Grund ist es verständlich und auch notwenig, dass man über eine Alternative nachdenken muss, wenn dieser Investor nicht da ist und keine positive Entscheidung fällt. Ganz Traber-Deutschland wartet auf die positiven Signale der Familie Herz.
Die Entscheidung für einen zweiten Traber-Verband, die Deutsche Traber-Liga international e.V., bedeutet eine Absicherung und Alternative. Die Initiatoren wollen weder unnötige Auseinandersetzungen noch zusätzliche Unruhe sondern bieten in einer kooperativen Form an, dass zwei unterschiedliche Modelle sich bemühen werden, Initiativen für den Trabrennsport zu starten und zusätzliche Einnahmequellen zu akquirieren. Wir bieten in dieser Phase ein Miteinander
unter dem Motto: Es geht in erster Linie um den Erhalt der Traditionssportart Traben. Sämtliche derzeitigen Angriffe gegen die Initiatoren beweisen, dass es leider Menschen gibt, die dies bewusst nicht sehen wollen. Beide Verbände können sowohl die ZVS als auch den TRS unabhängig nutzen und in strategischen sportlichen Fragen sogar zusammenarbeiten. Dazu gehören Bereitschaft,
Verantwortung und eine gehörige Portion Engagement.  Jeder sollte den Initiatoren abnehmen und damit auch akzeptieren, dass es uns in erster Linie um den Sport, um die Tradition und um das ehrenamtliche Engagement geht. Dieses wollen wir mit der Einführung der Deutschen Traber-Liga absichern. Für einen konstruktiven Dialog sind alle Beteiligten jederzeit gern bereit. Wir hoffen auf breite Unterstützung und grüßen Sie herzlich

Jürgen Hunke

PRESSEMITTEILUNG vom 23.03.2007 :

KOOPERATIONSVEREINBARUNG ZWISCHEN TRABERLIGA UND CENTREBET


Am heutigen Tag, 23.3.2007, wurde in Berlin im Rahmen einer Pressekonferenz der Kooperationsvertrag zwischen der Deutschen Traberliga und Centrebet, einem australischen Wettkonzern, mit dem Ziel den deutschen Trabrennsport zu fördern und weiterzuentwickeln, unterzeichnet. Diese Kooperationsvereinbarung beinhaltet unter anderem die Implementierung einer deutschen Großwette nach skandinavischem Vorbild innerhalb der nächsten vier bis sechs Monate. Dieser  Vereinbarung haben sich bereits die Rennvereine aus Berlin-Karlshorst, Hamburg und Pfaffenhofen angeschlossen, mit weiteren Rennvereinen soll Kontakt aufgenommen werden.
Der Vertrag sieht vor, dass Rennpreise in Höhe von 2.500 bis 3.000 Euro für die ersten sechs Monate für die Rennen der Großwette von Centrebet garantiert werden.
Weitere Maßnahmen zum Start der Großwette in Form von Jackpots sind
vorgesehen.
Ein kleines Zeichen setzte Centrebet zum Ende der Pressekonferenz, indem Centrebet ein Antrittsgeschenk in Höhe von 150.000 Euro der Traberliga zur Verfügung stellte. Hiermit soll unter anderem eine Anfangserhöhung der Rennpreise zum Start der Traberliga für die beteiligten drei Rennbahnen finanziert werden. Damit wird gewährleistet, dass der derzeitige durchschnittliche Mindestrennpreis auf 1.000 Euro bei  den beteiligten Rennbahnen erhöht werden kann.
Die Traberliga wird nun die praktische Arbeit als Zucht- und Aufsichtsorganisation so bald  wie möglich aufnehmen
.