Initiative Wetten nur in den Toto
Juergen Langrock

Spielen ohne Sucht!

Alle Anbieter von kommerziellen Wetten müssen einerseits den Kunden die Freude am moderaten Glücksspiel  ermöglichen, anderseits jedoch auch vor den unbestrittenen Gefahren schützen und entsprechend darüber aufzuklären. Viele Menschen haben einfach Spaß am Spiel, für manche kann es jedoch zum ernsthaften Problem werden und sogar Suchtcharakter annehmen.
Deshalb müssen alle Anbieter von Wetten ihre Kunden für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Glücksspiel sensibilisieren und gleichzeitig Information und Hilfestellung bieten!

Wann kann Spielen zum Problem werden?

Gerät das Spielverhalten außer Kontrolle und wird zur Ersatzhandlung für andere persönliche Probleme, kann sich daraus ein krankhaftes Verhalten bis hin zur Spielsucht entwickeln. Es geht dann nicht mehr nur um ein spontanes Freizeitvergnügen, sondern das Spiel nimmt dann plötzlich bedenkliche Funktionen an: das Vermeiden von Angst, Panik, Depression und anderen negativen Gefühlen oder das Ausweichen vor Problemen. Der kranke Spieler flüchtet vor der Realität in eine Traumwelt und sucht Erfolg, Anerkennung und Lebensglück im immer exzessiveren Spiel - vergeblich! Um sich aus diesem Teufelskreis zu befreien, ist dann meist externe Hilfe notwendig.

Machen Sie den Selbsttest: Sind Sie spielsuchtgefährdet?

Die folgenden Fragen sind ein Anhaltspunkt, damit Sie persönlich Ihren Umgang mit dem Glücksspiel besser einschätzen können. Eine ehrliche Beantwortung kann erste Hinweise auf ein problematisches Spielverhalten liefern.
Überprüfen Sie sich selbst und beantworten Sie die nachstehenden Fragen:

 

 

Ja

Nein

Müssen Sie ständig ans Spielen denken?

 

 

Können Sie sich nur schlecht auf andere Dinge als das Spielen konzentrieren?

 

 

Vernachlässigen Sie ihre Arbeit/Familie/Freunde/Hobbys, um mehr Zeit zum Spielen zu haben?

 

 

Sind Sie schlecht gelaunt oder gereizt, wenn Sie nicht spielen können?

 

 

Wollen Sie Verluste oder Misserfolge im Spiel so schnell wie möglich ausgleichen?

 

 

Können Sie nach einem Gewinn nicht aufhören und wollen immer mehr?

 

 

Verspielen Sie dauerhaft mehr Geld als geplant?

 

 

Haben Sie schon einmal solange gespielt, bis Sie kein Geld mehr hatten?

 

 

Haben Sie sich schon einmal Geld geliehen oder Kredite aufgenommen, um weiter wie gewohnt spielen zu können?

 

 

Haben Sie schon einmal Geld entwendet, um spielen zu können?

 

 

Verheimlichen Sie Freunden und Angehörigen, wie oft Sie spielen oder wie hoch Ihre Spielverluste sind?

 

 

Haben Sie nach dem Spielen oft ein schlechtes Gewissen?

 

 

Wollen Sie mit dem Spielen ihre Stimmung positiv beeinflussen und Sorgen, Ärger und Frustration vergessen sowie Konflikte vermeiden?

 

 



Falls Sie bei ehrlicher Selbstbefragung bereits eine Frage mit "Ja" beantwortet haben, ist es möglich, dass Ihr Spielverhalten problematisch ist. Wir empfehlen Ihnen dann in jedem Fall eine genauere Abklärung. Dazu können Sie bestehende Hilfsangebote (Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen) ganz unverbindlich in Anspruch zu nehmen.

Wo finde ich Hilfe?

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
Ostmerheimer Straße 220 · 51109 Köln
Telefon: 01 801/ 37 27 00
Mo - Do: 10 -22 Uhr, Fr - So: 10 -18 Uhr
(10 -18 Uhr: 0,046 EUR, 18 - 22 Uhr: 0,025 EUR je angefangene Minute)
www.bzga.de

Die gemeinsame Initiative der Landeslotteriegesellschaften macht sich stark für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lotterien und Wetten - gegen Missbrauch und Spielsucht!
www.spielen-mit-verantwortung.de

Tipps für ein verantwortungsvolles Spiel

  • Nutzen Sie das Spiel nicht, um an Geld zu kommen!
  • Setzen Sie sich vor dem Spiel ein Limit, wie viel Zeit und Geld Sie investieren wollen!
  • Verwenden Sie nur Geld, das Ihnen selbst gehört und für keinen anderen Zweck bestimmt ist!
  • Versuchen Sie nicht, Verluste durch höher Einsätze auszugleichen!
  • Spielen Sie nur, wenn Sie den Verlust der Einsätze verantworten können!
  • Spielen Sie nicht, wenn Sie in schlechter Stimmung sind! (Versuchen Sie also nicht, Angst, Panik oder Depression im Spiel zu bewältigen!)
  • Spielen Sie nicht unter Einfluss von Alkohol oder Medikamenten!
  • Bedenken Sie stets, dass Spielen keine persönlichen Probleme löst!

Wie sieht der Schutz der Wettkunden aus?

  • Durch Limitierung der Geldbeträge die ein Spielteilnehmer maximal per Banküberweisung auf sein Spielkonto aufladen kann. Gleiches gilt bei Kreditkartenzahlungen.
  • Jeder Spielteilnehmer muss sein Kundenkonto bei Bedarf selbst sperren können. Diese Schutzsperre kann nur durch den jeweiligen Kundenservice und nicht von ihm selbst wieder aufgehoben werden.

Schutz für Minderjährige

Personen unter 18 Jahren ist die Teilnahme am Glücksspiel rechtlich verboten.
Des müssen die Wettanbieter eine genaue Überprüfung der Daten bei der Registrierung durchführen, so dass der Zugang für Minderjährige ausgeschlossen ist.

Ein Hinweis für alle Eltern:
Sollte der Computer auch Freunden und Familienangehörigen unter 18 Jahren zugänglich sein, so kann er mit entsprechenden Filterprogrammen (Jugendschutzprogrammen) abgesichert werden.