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Juergen Langrock

 Neuss, im August 2006 „Event- und Sportpark Neuss“ - Erlebnisraum im Herzen der Stadt

- Entwurf eines Positionspapiers der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Neuss zur Zukunft der Entwicklung rund um die Neusser Rennbahn -
Die fortdauernde Krise des Neusser Reiter- und Rennvereins und die notwendig gewordene Überarbeitung der bisherigen Planung der Firma HBM werden von der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Neuss als Chance begriffen, die heutige Galopprennbahn und das Gelände um die Rennbahn herum mit seiner exponierten städtebaulichen Lage weit über Nutzung für den Pferderennsport hinaus zu einem „Event- und Sportpark Neuss“ zu entwickeln.
 

Wir wollen weiterhin unabhängig vom Fortbestand der Galopprennbahn im Herzen der Stadt Neuss einen Erlebnisraum für sportliche, kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse sowie für Erholungszwecke schaffen. Der ca. 40 ha große Innenraum der Rennbahn muss unter Sicherung und Erweiterung der Brauchtumspflege ganzjährig für alle Bürgerinnen und Bürger erschlossen und städtebaulich über den Wendersplatz mit der Innenstadt verknüpft werden.
Die bisher vorgelegten Planungen der Firma HBM werden von der SPD-Fraktion kritisch gesehen. Sie bieten teilweise interessante Ansätze für die weitere Entwicklung des Geländes, legen jedoch einen zu starken Schwerpunkt auf den Pferdesport sowie eine unverträgliche Randbebauung im Süden und Osten des  Entwicklungsgebietes zur Refinanzierung fragwürdiger Großinvestitionen wie einer Mehrzweckhalle.
Sport, Freizeit und Kultur im „Event- und Sportpark Neuss“
 

Nach Möglichkeit soll das Entwicklungsgebiet seinen besonderen Flair für Pferderennen auf der Allwetterbahn mit der 1995 errichteten Flutlichtanlage beibehalten.
Der Fortbestand der Galopprennbahn ist für die SPD-Fraktion für die weitere Entwicklung jedoch keineswegs zwingend. Im Gegenteil:
Eine Entwicklung des Areals ohne die nur an 13 Tagen im Jahr genutzte Pferderennbahn bietet ganz neue Perspektiven. Der Neusser Reiter- und Rennverein hat daher den Nachweis dafür zu erbringen, dass er auch ohne Subventionen der Stadt Neuss hochkarätige Rennveranstaltungen durchführen kann und deren Durchführung für die Zukunft gesichert sind. Nur für diesen Fall wollen wir die zur Durchführung von Pferderennen erforderliche Infrastruktur instand setzen und für weitere Zwecke nutzbar machen.

Wir wollen den Innenraum des Entwicklungsgebietes stärker für den Breitensport nutzen. Die bisherigen Planungen der Firma HBM legen den Focus zu stark auf Pferdesport und die Pferdehaltung. Die Nutzungen müssen sehr viel breiter gefächert werden. Stärker zu berücksichtigen ist insbesondere der vereinsunabhängige Individualsport (z.B. Joggen, Walking, Radfahren etc.) und neue Trendsportarten (z.B. Inline-Skating, Beach-Volleyball, Beach-Soccer, Streetball etc.). Der Innenraum ist hierfür mit der erforderlichen Sportinfrastruktur zu versehen. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob die von der SPD-Fraktion lange geforderte Kunststoffbahn für Leichtathleten in den Innenraum integriert werden kann.

Die vorhandenen Grünflächen des Entwicklungsgebietes sollen für die Neusser Bürgerinnen und Bürger zugänglich und erlebbar gemacht werden. Auf den Schutz von Natur und Landschaft des Entwicklungsgebietes ist Rücksicht zu nehmen. Das Rennbahngelände ist als „grüne Lunge“ in zentraler städtischer Lage zu Erholungszwecken zu sichern und dementsprechend behutsam auszubauen. Der Innenbereich ist daher von einer Bebauung weitgehend freizuhalten.

Die Bebauung mit einem maßstäblichen Gastronomiebetrieb im Innenraum wird hingegen ausdrücklich begrüßt. Sie ist wesentlicher Bestandteil zur Durchführung von Open-Air-Konzerten, Public-Viewing-Ereignissen, Messen, Themenfeste oder auch Trödelmärkte, die im Innenbereich vermehrt durchgeführt werden sollen. Die Verlagerung des Globe-Theaters in den Innenbereich soll nur weiterverfolgt werden, wenn Nutzungskonflikte nicht zu erwarten sind und die Kosten der Verlagerung vertretbar erscheinen. Andernfalls soll das Globe-Theater am bisherigen Standort erhalten bleiben.

Schützenfest und Kirmes im „Sport- und Eventpark Neuss“
Das Entwicklungsgebiet eignet sich in hervorragender Weise dazu, das Neusser Bürgerschützenfest und die zu diesem Anlass durchgeführte Kirmes näher an die Innenstadt zu holen und in das Gelände besser zu integrieren. Die SPD-Fraktion erneuert ihre Forderung, diese Idee in die weitere Planung einfließen zu lassen.

Das Entwicklungsgebiet erlaubt von seiner Größe her, beide Veranstaltungen (Festwiese und Kirmes) im Innenraum der Rennbahn abzuhalten. Die Veranstaltungen des Bürgerschützenfestes auf der jetzigen Festwiese sollen gesichert und mit einer gewissen räumlichen Trennung zur Kirmes stattfinden, die im südlichen Bereich des Innenraumes einen geeigneten Platz finden könnte. Die ohnehin zu schaffende Wege-Infrastruktur im Innenbereich kann für die zeitweilige Nutzung als Kirmesplatz hervorragend eingesetzt werden.

Das Zusammenrücken von Kirmes und Neusser Bürgerschützenfest auf dem Gelände hat aber noch weitere Vorteile: Die äußerst enge „Rollmopsallee“ auf der Hammer Landstraße wäre nicht mehr nötig, um zum eigentlichen Kirmesplatz zu gelangen und die Schausteller könnten teilweise auf dem Wendersplatz verlagert werden. Hierdurch wäre auch die verkehrliche Erschließung der Betriebe am Neusser Hafen während des Schützenfestes gesichert und daher für die Neusser Wirtschaft ein Gewinn.

Die Integration der Kirmes auf das Innengelände würde überdies den entscheidenden Beitrag zur Finanzierung der gesamten Infrastrukturkosten für den „Event- und Sportpark Neuss“ leisten. Die ursprünglich zur Finanzierung geplante Wohnbebauung im Süden der Rennbahn kann nicht realisiert werden. Die nun alternativ angedachte gewerbliche Nutzung an dieser Stelle unterliegt ähnlichen Restriktionen und ist aus städtebaulichen Gründen abzulehnen. Da das ehemalige TÜV-Gelände nicht mehr für den Kirmesbetrieb benötigt werden würde, könnte er in einem Teil als Parkplatz für den „Sport- und Eventpark Neuss“ sowie als „park&ride“-Platz für die Neusser Innenstadt genutzt werden. Der Rest der TÜV-Geländes könnte - wie schon lange geplant – als Gewerbepark in die Vermarktung gehen.

Erschließung und Einrichtungen des „Event- und Sportparks Neuss“
Die von HBM vorgeschlagene „Entree“ zum „Event- und Sportpark Neuss“ mit einer „Piazza“ und einem breit angelegten fußläufigem Zugang zum Innenraum wird begrüßt. Sie ist jedoch im Falle des Wegfalls der Galopprennbahn zu überplanen (Wegfall der derzeit erforderlichen Untertunnelung der Allwetterbahn).
Der Bau einer Mehrzweckhalle mit bis zu 3.500 Zuschauer-Plätzen ist aus sportlicher Sicht nicht erforderlich. Der kostenintensive Neubau und die Unterhaltung einer solchen „Arena“ ist nur denkbar, wenn Synergien mit der bisherigen Nutzung der Stadthalle für Kultur- und Brauchtumsveranstaltungen sowie dem Raumbedarf für Messen oder größere gesellschaftliche Anlässe (türk. Hochzeiten etc.) geschaffen werden. Der mehrfach vorgeschlagene Verkauf der Stadthalle ist daher zwingend anzugehen. Andernfalls soll das bestehende Tribünengebäude mit angemessenem Aufwand instand gesetzt und Möglichkeiten der gewerblichen Nutzung geschaffen werden. Der Anbau eines Zentrums für die TG Neuss ist wünschenswert, hängt maßgeblich jedoch von deren Zustimmung und Finanzierung des Projekts ab. Hierzu ist eine eindeutige und verbindliche Positionierung der TG Neuss erforderlich.

Das vorhandene Restaurant „Da Capo“ kann erhalten bleiben oder aber in einen neuen Gewerbekomplex im Nord-Westen des Plangebietes integriert werden. Bei dem bisher geplanten Gebäude ist stärker darauf zu achten, dass es sich in die nähere Umgebung einfügt.

Randbebauung zum „Sport- und Eventpark Neuss“
Eine Randbebauung zu Wohnzwecken oder eine gewerbliche Nutzung im südlichem Bereich des Entwicklungsgebietes scheitert an immissionsbedingten Restriktionen bzw. ist aus städtebaulicher Sicht abzulehnen. Sie ist auch bei einer Integration des Kirmesplatzes in den Innenraum zur Refinanzierung der Infrastruktur nicht erforderlich. Daher

sollte von ihr gänzlich Abstand genommen werden.
Für den östlichen Bereich des Plangebietes außerhalb des Innenbereich ist die Einrichtung ist der Ausbau der freizeitorientierten und sozialen Infrastruktur für Kinder und Familien als städtebaulichen Zielsetzung festzuhalten. Zum einem ist vorstellbar, in diesem Bereich Bestandteile der Planung von HBM vorzusehen (Pferdehaltung / „Streichelzoo“ etc.) und / oder einen Abenteuerspielplatz einzurichten. Zum anderen kann an dieser Stelle hervorragend eine neue Kindertageseinrichtung einschließlich Familienzentrum geschaffen werden, die insbesondere für Kinder und Jugendliche aus dem Rheinpark als Ersatz für das langjährige Provisorium an der Königsberger Straße genutzt werden soll sowie von Kindern der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der umliegenden Firmen aufgesucht werden könnte. Eine öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP-Modell) mit der im Hammfeld ansässigen Wirtschaft wäre insoweit zu prüfen.

 

 

 Frankfurt 6.9.2006 Der Renn-Klub Frankfurt freut sich mitteilen zu können, dass heute der Grundstücksvertrag zwischen der Stadt und dem Hotelinvestor, der Huarong Group aus Peking, rechtskräftig unterzeichnet wurde. Die chinesische Investorengruppe wird auf dem Gelände der Frankfurter Galopp-Rennbahn ein 4-5-Sterne-Plus-Hotel mit ca. 250 Zimmern im chinesischen Stil errichten, sowie eine Begegnungsstätte der Kulturen.
Auch das übrige Rennbahn- und Trainingsgelände wird eine umfangreiche Renovierung der Zuschauer- und Rennbahnanlagen erfahren. Mit dem Baubeginn ist Anfang bis Mitte 2007 zu rechnen.
Der Renn-Klub Frankfurt bedankt sich aufrichtig bei der Stadt Frankfurt für ihre jederzeit unkomplizierte Hilfe, den wichtigen Sportstandort in Frankfurt für Galopprennen zu sichern. Der Bau des Rennbahnhotels ist dazu der entscheidende Schritt. Der Renn-Klub wird dadurch in die Lage versetzt, dringend notwendige Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen von erheblicher Tragweite zum Wohle seiner jährlich fast 100.000 Besucher und derjenigen, die auf der Rennbahn arbeiten, voranzutreiben und langfristig die Zahl der Renntage wieder anheben zu können. Eine attraktive Galopprennbahn ist für eine Wirtschaftsmetropole wie Frankfurt eine große Bereicherung. Mit dem Bau dieses Hotels sind die Rennen für Vollblutpferde, die seit immerhin 1863 in Frankfurt abgehalten werden, endgültig und auf Dauer gesichert.

 Iffezheim 2.9.2006

Der Internationale Club will einen Förderkreis ins Leben rufen um in wirtschaftlch schweren Zeiten besser über Runden zu kommen.
In kreativer Weise versucht der Int. Club von Baden, als Veranstalter von Galopprennen sein anhaltendes Finanzproblem zu lösen. Präsident Bernhard Prinz von Baden plant die Gründung eines Förderkreises zur Stützung des einst als extrem vermögend geltenden Clubs Dazu sagte der Prinz von Baden im Rahmen des Emfangs des Oberbürgermeisters anläßlich der großen Woche: "Es gibt bereits eine lange Liste von Unternehmen und Einzelpersonen, die ihre Unterstützung angeboten haben. Galopprennen können nicht mehr ohne Mäzenatentum auskommen." Auch über de Kompensation hat man sich bereits Gedanken gemacht, als Gegenleistung winken u.a. Spendenquittungen und die Nutzung des Vip-Bereichs.

 
Bericht im Badischen Tagesblatt vom 02.09.2006

 

09.September 2006

Flugreise für zwei nach Paris.
Großer Benefiz-Renntag mit zwei Listenrennen und 17.605 Jackpot in der TOP6-Wette

 

Mit einem Paukenschlag beginnt in Riem am Samstag, 9. September, 13.30 Uhr das letzte Saisondrittel. Großartiger Rennsport mit zwei Listenrennen, die deutsche Jockeyelite zu Gast, ein hoher Jackpot in der TOP6-Wette und eine Tombola bei der es eine Longchamp-Reise als Hauptpreis zu gewinnen gibt, sind nur vier Gründe für einen Besuch auf der Münchner Galopprennbahn an diesem Tag.

 

50.000 Euro an Preisgeldern stehen über dem den Drei- und Vierjährigen vorbehaltenen Großen MSD Bavaria-Preis über 2000 Meter. Genau elf Monate ist es her das Riems beste Stute, die von Werner Glanz trainierte Floriot, das letzte Mal auf ihrer Heimatbahn in Aktion zu sehen war. Damals gewann die Monsun-Tochter das Criterium der Steher mit Karoly Kerekes, der natürlich auch diesmal wieder im Sattel sitzt, ganz überlegen. Danach trat Floriot nur noch in Italien an und avancierte dort schließlich auch gleich zur Listensiegerin und war in Grupperennen platziert. Sieben Siege bei elf Starts und eine Gewinnsumme von 164.000 Euro das ist die bisherige Bilanz der großartigen Stute. Ein Zuckerschlecken wird es am Samstag für die unter Höchstgewicht antretende Floriot vor allem gegen die dreijährige Schlenderhanerin Aramina (Filip Minarik) sowie Alpacco (Andreas Suborics) aus dem Stall von Mario Hofer aber nicht werden.

 

 

 

 

 

  Riems beste Stute Floriot und ihr Team

 

Zweites sportliches Highlight des Tages ist der Wettenleip-Bayerische Fliegerpreis über 1300 Meter, der ebenfalls Listenstatus besitzt. Hier sollte es um die 12.000 Euro Siegdotation zu einem Duell zwischen dem frischen Gruppesieger Shinko´s Best (Christian Czachary) und Polish Magic (Eduardo Pedroza) kommen.

Mit Andreas Suborics, dem überlegen führende Spitzenreiter der deutschen Jockeystatistik, dem Zweiten der Statistik Eduardo Pedroza, dem Vorjahres-Champion Filip Mianirik, der gerade den Großen Preis von Baden gewonnen hat sowie Andreas Boschert sind gleich vier Spitzenjockeys vor Ort. Dazu kommt der junge Franzose Johan Victoire und Alessandro Schikora, der nach langer Verletzungspause seine Comeback gibt.

Nachdem etliche Male die TOP6-Wette nicht getroffen wurde ist nun ein stattlicher Jackpot in Höhe von 17.605 Euro in dieser Wettart zusammen gekommen. Die TOP6-Wette beginnt mit der zweiten Tagesprüfung.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages, der von zwölf Unternehmen unterstützt wird, ist mit Sicherheit auch die Tombola zugunsten der MS-Gruppe Aschheim. 3000 Losen stehen 614 Preise gegenüber. Der Hauptpreis ist eine Flugreise für zwei nach Paris.